Marvel:
Montag:
Die Woche begann ähnlich, wie sie geendet hatte. Die Aktien, die ich im Portfolio habe, fielen alle weiter. Marvel fiel unter den kritischen Wert und wurde somit ausgestoppt. Ich habe die Position bei 4,82 € aufgelöst. In meiner Tabelle ging mir der Platz aus, weshalb ich die beiden Ausstiege zusammengerechnet habe. Zum einen waren das 225 Stück zu je 7,62 € und 150 Stück zu je 4,82 €. Daraus ergibt sich ein Durchschnittskurs von 6,50 € für 375 Stück, und ein Gewinn von 246 € nach den Gebühren. Hätte ich die Positionsgröße nicht falsch berechnet, wodurch ich gleich zu Beginn 500 € verloren hatte, wäre das ein sehr guter Trade gewesen. Aber es ist wichtiger, die Regeln zu befolgen, weswegen ich mit dem Ergebnis durchaus zufrieden bin. Allerdings hätte ich die letzte Tranche vielleicht früher verkaufen sollen.

Nebius:
Montag:
Am Montag steht mein Nebius-Zertifikat bei 0,46 € pro Stück. Per Schlusskurs müsste ich also verkaufen, allerdings habe ich mich dazu entschlossen, noch einen Tag zu warten. Nicht nur das Volumen ging stark zurück, auch der Chart zeigt eine leichte Kehrtwende an. Sollte der Kurs aber unter das Tief vom 24.8. fallen, nehme ich den Verlust mit.

Dienstag:
Am Dienstag entwickelte sich die Aktie weiterhin nahe ihrer Eröffnung. Diese war allerdings wieder ein gutes Stück weiter unterhalb des Schlusskurses von Montag. Da ich weiterhin auf einen Rebound spekuliere, halte ich die Aktie noch. Sollte der Rebound aber morgen nicht kommen oder zu schwach ausfallen, werde ich den Verlust nehmen. Im Nachhinein muss ich allerdings zugeben, dass ich den Trade eigentlich schon zu lange halte. Dass sich das Bild eintrübt, hätte man schon früher erkennen können.
Mittwoch:
Der Rebound kam tatsächlich, allerdings zu schwach. Nicht nur für diese Aktie allein gesehen, sondern auch im Gesamtmarkt gehörte Nebius zu den schlechtesten Werten. Ich habe alle meine Anteile bei 0,45€ verkauft, also 0,05 € unter meinem eigentlichen Ausstieg. Das macht bei Nebius ungefähr einen Kurs von 200 USD aus. Mit den Gebühren habe ich 695,53 € Verlust gemacht, somit 200 € oder 28% mehr als eigentlich eingeplant. Absolut inakzeptabel. Zwar gebe ich einem Trade immer mal wieder Luft, aber diesem habe ich zu viel Luft gelassen, und dazu noch, obwohl er von Anfang an in die falsche Richtung gelaufen ist. Ich hätte den Trade spätestens bei 210 USD beenden müssen.
Donnerstag:
Der Rebound bei Nebius geht weiter, allerdings glaube ich, dass die Korrektur weitergeht. Ich gehe also nicht mehr von steigenden Kursen aus. Mein Szenario ist im Moment, dass er sich nochmals an die Durchschnitte drückt, um von diesem Niveau aus zu fallen. Sollte es so kommen, werde ich die Aktie vermutlich shorten. Aber das erfahrt ihr in der Tabelle, oder am Ende der Woche.

Freitag:
Nebius gewinnt weiter an Fahrt und konnte die gleitenden Durchschnitte ohne Probleme überwinden. Ich bin gespannt, wie es Montag weitergeht. Nach diesem Tag bin ich wieder mehr bullisch eingestellt, was die Aktie angeht. Hätte ich am Mittwoch nicht verkauft, dann wäre ich jetzt mit der Aktie bereits im Plus. Aber es kam anders. Auch das gehört zum Traden dazu. Oft liegt zwischen Gewinn und Verlust nur ein paar Punkte oder ein „hätte“. Ich werde den Trade analysieren und sehen, was ich besser machen kann, um das nächste Mal besser reagieren zu können. Als Trader lernt man nie aus.
Robin Hood:
Montag:
Robin Hood entwickelt sich im Moment deutlich besser als der Rest meiner Positionen. Während der Technologiesektor etwas schwächelt, hält Robin Hood dagegen. Sollte sich dieser Trend weiter fortsetzen, werde ich auf diesem Niveau nochmal zukaufen.
Dienstag:
Robin Hood zeigt sich auch weiterhin stabil, kann sich dem Gesamtmarkt aber nicht entziehen und fällt etwas. Im Vergleich zu den anderen Aktien aber deutlich weniger. An solchen Tagen kann man die Gewinner von morgen sehen. Oft sind solche Aktien an schwachen Tagen viel stärker als die meisten anderen. Ich werde morgen noch die Bestätigung abwarten und dann nochmals zuschlagen.
Mittwoch:
Die Aktie hat sich von dem 20er EMA ausgehend wieder stark nach oben gearbeitet und schloss über dem 10er EMA. Da wir in einem klar umrissenen Rechteck liegen, bei dem sich der Kurs noch recht weit unten befindet, werde ich morgen früh direkt kaufen. Ich spekuliere auf einen Ausbruch aus dem Rechteck .
Donnerstag:
Ich habe ein weiteres Zertifikat auf Robin Hood gekauft, 1000 Stück zu einem Kurs von 3,10 €. Das Ganze habe ich vor der Eröffnung der New Yorker Börse gemacht, da ich von einem Schlusskurs von gestern ausgehe, ich es aber nicht mehr geschafft habe, zu kaufen. Trotz allem ist es weiterhin eine gute Chance für mich, allerdings kann ich das keinem empfehlen. Wer wirkliche Kurse will, muss zu den Börsenzeiten der jeweiligen Aktie kaufen, ansonsten kann es sein, dass ihr einen schlechteren Kurs bekommt. Dadurch bin ich jetzt mit 15k in Robin Hood investiert., was gut 50% meines Cashs ausmacht.
In diesem Fall ging es gut, der Kurs ging bei Börseneröffnung durch die Decke und landete bis zu Börsenschluss sogar bei über 15 %. Dass der Kurs so steil nach oben schießt, hatte ich nicht erwartet. Ich habe das andere Zertifikat, mit den restlichen 500 Stück zu einem Kurs von 4,50 verkauft. Insgesamt kam ich also auf 1452 € Gewinn. Das andere Zertifikat ist bereits weit im Plus. Dort werden ebenfalls 500 Stück bei 4,50 € verkauft. Aufgrund der Dynamik, die wir hier entwickelt haben, traue ich der Aktie aber noch weit mehr zu, weshalb ich die restlichen 500 dann laufen lasse und gegebenenfalls sogar in eine Korrektur mitgehe.

Freitag:
Nach dem starken Anstieg am Donnerstag wundert es nicht, dass die Aktie etwas korrigiert. Mein TP wurde um 0,03 € verpasst. Dort hätte ich die Hälfte der noch offenen Position verkauft. Das wäre mein optimaler Verlauf gewesen, denn dann hätte ich entspannt auf die Korrektur gewartet und dort wieder zugekauft. Ob Freitag schon der Anfang einer Korrektur ist, oder nur eine kurze Konsolidierung, wird sich noch zeigen. Ich bin davon überzeugt, dass Robin Hood bald neue Hochs sehen wird. Ich will aber keine großen Korrekturen mitgehen, deshalb würde ich mit der jetzigen Position aussteigen, wenn wir per Schlusskurs unter 119 $ fallen würden. Ein erster Einstieg könnte sich dann bereits wieder bei 112 $ ergeben, wir könnten aber auch bis 106 $ abrutschen. Diesen Weg würde ich nicht mitgehen wollen.
Amazon:
Montag:
Amazon hat im Grunde alles wieder abgegeben, was es am Freitag dazugewonnen hatte. Der Stopp liegt weiterhin in der Höhe des 50er‑EMAs.
Dienstag:
Amazon fiel unter meinen Stopp. Da ich aber mit Schlusskursen arbeite, sah ich mir das Ganze erst einmal an. Bis kurz vor Börsenschluss schaffte es die Aktie, sich gerade so über den Stopp zu retten. Allerdings bleibt sie weiterhin unter dem 50er‑EMA. Das Ganze bleibt also eine enge Kiste.
Mittwoch:
Auch heute hat sich die Aktie kaum bewegt. Immer wieder schwankte sie zwischen dem Stopp. Am Ende schloss sie wieder knapp darüber.
Donnterstag:
Die Aktie konnte sich weiter erholen und sich wieder einen kleinen Abstand zum 50er‑EMA aufbauen. Ob das die Korrektur war, wird sich in den nächsten Tagen zeigen. Sollte die Aktie aber an den 10er und 20er EMA scheitern, werde ich die Aktie verkaufen.
Freitag:
Amazon hangelt sich langsam und beschwerlich nach oben und konnte sich weiter über der 50er‑EMA-Linie halten. Allerdings scheiterte sie auch gleichzeitig an dem 10er und 20er EMA, die zusammen sehr dicht am Kurs laufen. Der Kurs wurde allerdings in den letzten Stunden wieder nach oben gekauft und das Volumen ist etwas am Steigen, was dafür spricht, dass wir in den nächsten Tagen einen Ausbruch über die Durchschnitte sehen und schließlich weiter steigen könnten. Damit hätten wir die Konsolidierung überwunden.
Der Nasqad teilt diese Ansicht aber nur bedingt. Zwar handelt er wieder über den gleitenden Durchschnitten, allerdings nur knapp. Wie bei Amazon sind die Durchschnitte sehr eng beieinander und nah am Kurs, was dafür spricht, dass es bald einen Ausbruch geben wird. Im Moment ist nur die Frage, in welche Richtung dieser Ausbruch sein wird. Die letzte Kerze im Nasqad wurde abverkauft. Es bleibt also spannend.


