Bitcoin-Analyse 2026: Steht uns der nächste Bullrun erst noch bevor?

Bitcoin-Analyse 2026: Steht uns der nächste Bullrun erst noch bevor?

  1. Warum Bitcoin gerade im Fokus steht
  2. Makroumfeld & Marktstimmung
    • Jerome Powell Nachfolge
    • Bank of Japan
    • ETF-Abflüsse
    • Bitcoin Holdings
    • Vergleich mit traditionellen Märkten (Gold, Aktien, Anleihen)
  3. On-Chain-Daten & Netzwerkanalyse
    • Hashrate, Mining-Difficulty, Transaktionsvolumen
  4. Technische Analyse:
  5. Risiken & Chancen:
  6. Zusammenfassung:
  7. Fazit:

1. Warum Bitcoin gerade im Fokus steht:

In dem letzten Monat hat Bitcoin wieder für einiges Kopfzerbrechen gesorgt, als die Kryptowährung am 21. November 2025 auf unter 80.000 USD fiel und bei dem ein oder anderen eine leichte Panik auslöste.

Besonders schlimm ist es nicht wegen des Kurssturzes, denn den kennen wir bei Kryptowährungen und da sind wir bei weitem Schlimmeres gewohnt, sondern vielmehr wegen der scheinbaren Absage der Rally. Denn eigentlich müsste der Bitcoin nach historischen Daten gerade jetzt durch die Decke gehen.

Also war es das jetzt mit dem Bullrun, der scheinbar noch nicht einmal richtig begonnen hat, und kehren wir jetzt wieder in einen Kryptowinter zurück, wie wir ihn schon 2022 erlebt haben? Oder sind die Dinge doch anders, als sie scheinen?

In diesem Beitrag steigen wir tief in die Fakten rund um den Bitcoin ein und erklären, warum wir glauben, dass das Größte erst noch bevorsteht.

Ich will aber noch dazu sagen, dass ich in Bitcoin selbst ebenfalls investiert bin, weshalb ich durchaus beeinflusst sein könnte. Stellt also unbedingt eure eigenen Recherchen an.

Kurzer Rückblick auf die letzten Monate:

Wenn wir auf die letzten beiden Jahre 2024 und 2025 schauen, hat sich der Bitcoin in dieser Zeit zu einer echten Größe im institutionellen Handel entwickelt. Nach dem Halving im April 2024 kamen kurz danach auch die Genehmigungen für die ETFs. Was folgte, war eine positive Stimmung, die den Kurs Anfang 2025 auf 109.000 USD steigen ließ.

Danach folgte eine Korrektur von beinahe 30 %, aber das löste keine besonders großen Reaktionen aus, schließlich passte es in das Muster, das der Bitcoin immer machte, bevor er schließlich zu seinem Höhenflug ansetzte. Zu der Zeit konnte man beinahe jeden fragen und man bekam immer dieselbe Antwort: September wird erneut schwierig, aber dann geht es richtig ab. Also buy the dip und zusehen, wie das scheinbar sichere Ereignis stattfindet.

Aber es kam nicht. Bitcoin gab über das Jahr wieder Gas und erreichte im August sein neues Hoch bei 126.000, und im September kam dann die Delle, die jeder erwartet hatte. Doch nach dieser Delle kam wieder eine Korrektur, die sich wie schon Anfang des Jahres auf 30 % ausweitete. Panik breitete sich aus, weil der Coin jetzt eigentlich einen Bullrun starten sollte, und nicht wieder 30 % fallen sollte.

Was uns zu heute bringt. Bitcoin ist immer noch bei rund 90.000 USD und hat Schwierigkeiten, wieder nach oben zu kommen. Es scheint zwar eine Bodenbildung zu geben, aber jedes Mal, wenn man denkt, es klappt und der Kurs erholt sich, geht es wieder nach unten. Aber was ist da genau los?


2. Makro-Umfeld & Marktstimmung:

Der starke Abverkauf des Bitcoins im Oktober war auf eine starke Liquidationswelle zurückzuführen. Also eine Kaskade von Zwangsverkäufen von Long-Positionen. Wie bei Aktien auch kommt es dann zu einer Abwärtsspirale, die sich immer weiter selbst verstärkt, da ständig weitere Stop-Level gerissen werden. Die Welle im Oktober war die größte Liquidationswelle, die es jemals im Kryptomarkt gab. Das ist aber weniger schlimm, als mancher vielleicht denkt. Der Grund, warum es die größte war, ist schlicht und einfach der, dass der Kryptomarkt mittlerweile eine Größe erreicht hat, die beachtlich ist. Das institutionelle Vermögen fließt mittlerweile auch in den Kryptomarkt, und das ist etwas Gutes. Es gibt aber noch weitere Gründe, warum Bitcoin im Moment Probleme hat, nach oben zu kommen.

2.1 Einfluss von Inflation, Zinsen und geopolitischen Faktoren

  • Die US-Notenbank (FED) hat die Zinssätze gesenkt, was eigentlich positiv für den Bitcoin und Risk-on-Werte ist, allerdings belastet die Unsicherheit, wie es weitergeht, die Kurse eher. Die Datenlage ist weniger klar als üblich, da durch den Shutdown viele relevante Daten fehlen, denn auch das Bureau of Labor Statistics arbeitete in diesen 43 Tagen nur sehr wenig. Powell drückte sich ebenfalls kryptisch aus (kleiner Wortwitz) und dämpfte somit den Risikoappetit der Anleger. Es ist im Moment nicht klar, was schwerer wiegt, der Arbeitsmarkt, oder die Inflation. Deswegen sind sich die meisten auch noch uneinig, wie es weitergeht. Nach dem FedWatch-Tool sehen im Moment 75,6 Prozent keine neue Zinssenkung am 28. Januar (Stand 17.12.2025).

Jerome Powell Nachfolge:

Um gleich bei der FED zu bleiben: Die Frage um die Nachfolge für Jerome Powell kommt langsam in Fahrt. Powells Amtszeit endet im Mai 2026 und im Moment werden mehrere Kandidaten für seine Nachfolge gehandelt, darunter Christopher Waller, Gouverneur der Federal Reserve; Kevin Warsh, ehemaliger Gouverneur; Kevin Hassett, Wirtschaftsberater des Weißen Hauses; und Scott Bessent, Finanzminister von Trump.

Wenn es nach der Wall Street geht, dann steht der neue Fed-Chef bereits fest, in dem Fall wäre es Kevin Hasset. Hasset gilt als Befürworter einer sehr lockeren Geldpolitik und ist kryptofreundlich. Außerdem ist er ein absoluter Trump-Anhänger.Er selbst soll ein großes Portfolio an Kryptowährungen haben. Dazu scheint das auch Trumps Favorit zu sein. Denn auch Trump spricht sich schon lange für die Abwertung des US-Dollars aus. Sollte es so kommen, könnte das ein Treibstoff für den Bitcoin und die anderen Kryptowährungen sein.

Es könnte aber auch Folgen haben. Anleiheninvestoren sehen Hasset eher kritisch, da er die Inflation auf einem höheren Niveau akzeptiere, was zu einer eben genannten Abwertung des US-Dollars führen würde. Sie argumentieren, dass die Fed zum Instrument von Trump verkommen könnte und so die institutionelle Unabhängigkeit der Fed in Gefahr ist. Sollte es so weit kommen, könnte das einen Erdrutsch an den Börsen auslösen. Ein Grund, warum unser System immer noch funktioniert, ist, dass jeder weiß, dass die Fed einspringt, wenn es zu kritisch  wird. Sollte die Fed aber politisch gelenkt werden, ist die Glaubwürdigkeit dahin.

Bank of Japan:

Viele Krypto-Experten von Social Media gehen davon aus, dass Bitcoin am 19. Dezember vor einem weiteren großen Crash steht. Grund dafür sind die Zinserhöhungen der Bank of Japan, die einen Yen Carry Trade auslösen könnten. Ich denke nicht, dass das passieren wird. Zwar kann es heftige Reaktionen auf die Entscheidung geben, aber einen weiteren Crash von 30% oder mehr sehe ich nicht. EZB und FED senken die Zinsen weiter und die FED hat auch bereits damit begonnen, wieder Liquidität in die Märkte zu pumpen. Somit kompensiert die eine Seite die andere, etwas, das bei den letzten Zinserhöhungen der BoJ nicht der Fall war.

ETF-Abflüsse:

Bei den ETF‑Abflüssen zeigt sich im Moment ein sehr deutliches Bild. Der Handel mit Spot-Bitcoin-ETFs hat einen direkten Einfluss auf den Bitcoin-Kurs. Hier sahen wir in den letzten 30 Tagen einen Abfluss von 458,7 Mio. US-Dollar. Diese Abflüsse setzten den Bitcoin-Kurs in der letzten Zeit zu. Zwar befinden wir uns momentan in einer Phase, in der der Bitcoin weniger interessant wirkt, trotzdem bleibt das Total AUM mit 120 Mrd. US-Dollar sehr hoch. Das zeigt, dass wir uns im Moment in einer schwierigen Marktstimmung befinden, dass Bitcoin aber bei institutionellen Anlegern angekommen ist und auch in diesen Marktphasen größtenteils gehalten wird.

Bitcoin Holdings:

Wenn man sich Bitcoin ansieht, muss man sich auch die großen Wale, die Bitcoin halten, ansehen, und der größte von ihnen ist Michael Saylor mit seinem Unternehmen Strategy. Dieser hatte am Montag bekannt gegeben, erneut Bitcoin zu kaufen, und zwar 10.645 Stück. Damit beläuft sich der Bestand von Bitcoin, die Strategy hält mittlerweile auf 671.268 Stück mit einem durchschnittlichen Einstiegskurs von 74.972 US-Dollar.

Momentan steht Strategy wieder verstärkt unter Druck, da von immer mehr Seiten Zweifel an seinem Geschäftsmodell laut werden. Zuletzt wollte MSCI Strategy aus seinen Indizes werfen, weil diese zu viele digitale Vermögenswerte halte. MSCI sieht als neue Richtlinie eine Grenze von 50 % an, die Strategy deutlich überschreitet. Die US-Großbank J.P. Morgan warnte kürzlich vor diesem Schritt und kam zu der Einschätzung, dass es einen Kapitalabfluss von bis zu 2,8 Mrd. US-Dollar zur Folge haben könnte. Sollte es so weit kommen, könnte die Strategie der Firma ernsthafte Risse bekommen, da sie die Bitcoin Käufe auch durch diese Kapitalflüsse bezahlen. Michael Saylor sagte in einem Analysten-Call, dass er einen Verkauf von Bitcoins nicht ausschließe, wenn es die Finanzlage oder regulatorische Anforderungen erforderten.

Dadurch könnte das vorherige Versprechen von Strategy bröckeln, keine Bitcoin zu verkaufen. Wenn eines der beiden Szenarien tatsächlich eintreten sollte, oder sogar beide, dürfte es den Bitcoin-Kurs deutlich unter Druck setzen. Nicht nur, weil der größte Wal dann Bestände auf den Markt werfen würde, sondern auch weil er das Vertrauen der Bitcoin-Halter erschüttern könnte. Ein solcher Vertrauensverlust könnte zu einem Erdrutsch führen, und eine Abwärtskaskade in Gang setzen, weshalb dieser Umstand sehr genau beobachtet werden sollte.

Vermutlich ist Michael Saylor dieser Umstand aber bekannt, weswegen ich auch nicht glaube, dass er bei seinem Einstiegskurs von 75.000 US-Dollar verkaufen würde. Es sei denn, er würde dazu gezwungen werden.

Vergleich mit traditionellen Märkten (Gold, Aktien, Anleihen)

Oft wird Bitcoin als das digitale Gold unserer Zeit gesehen. Ein neuer sicherer Hafen. Es stimmt zwar, dass Bitcoin auf 21 Mio. Stück begrenzt ist, und dadurch einen Schutz gegen Inflation bieten kann, allerdings hat man 2025 gesehen, dass es eben nicht wie Gold ist. Während das Gold nämlich eine Jahresperformance von 65,5 % hatte, lag die Performance bei Bitcoin dieses Jahr bei –7,7 %.

Bitcoin ist und bleibt damit ein Risk-on-Wert und korreliert besonders stark mit Tech-Werten und dem S&P 500. Erstere hatten allerdings einen guten Lauf durch den KI-Hype, wodurch auch diese den Bitcoin weit hinter sich lassen konnten.

Es ist immer wieder nützlich, sich die Korrelationen der einzelnen Assets miteinander anzusehen und zu schauen, wie sie sich im Laufe der Zeit verändert haben.

Dieses  Diagramm zeigt, wie sich Bitcoin von einem unabhängigen Nischenasset zu einem Risk-on-Asset entwickelt hat, das stark mit Aktien korreliert – während Gold und Bonds ihre klassischen Rollen als Sicherheitsanker behalten.


3. On-Chain-Daten & Netzwerkanalyse:

Hashrate:

Wenn wir uns die On-Chain-Daten von Bitcoin ansehen, so sehen wir, dass die aktuelle Hashrate bei ca. 1026 ZH/s liegt. Die Hashrate ist die Rechenleistung im Netzwerk. Je stärker die Hashrate ist, desto sicherer ist das Netzwerk, da Angriffe bei hoher Rechenleistung fast unmöglich werden. Wie man in dem nachfolgenden Bild sieht, gab es immer wieder starke Ausschläge. Alles in allem bleibt die Hashrate aber stabil und hat einen klaren Aufwärtstrend, der sich exponentiell nach oben schiebt und mit dem Kurs korreliert. Hier gibt es also keine besonderen Warnhinweise.

Mining Difficulty:

Auch bei der Mining-Difficulty sieht es ähnlich aus. Hier haben wir einen leichten Rückgang von 4,4 % gegenüber dem Hoch. Das kann man also noch als normale Schwankung betrachten. Besonders interessant ist dabei, dass sich die Miner scheinbar bisher nicht zurückziehen, obwohl der Kurs im Moment unter Druck ist. Somit scheinen die Miner noch profitabel arbeiten zu können.

Transaktionsvolumen:

Durch das Transaktionsvolumen sehen wir den Wert aller Bewegungen im Netzwerk. Hier sehen wir tägliche Transaktionen von 360.484 pro Tag, die mit einem monatlichen Volumen von 45,6 Mrd. US-Dollar bewegt wurden. Das ist eine beeindruckende Zahl.

Je höher die Liquidität, also das Volumen, ist, desto aktiver wird der Bitcoin gehandelt, oder besser gesagt bewegt. Das lässt auf Vertrauen schließen, dass solche Bewegungen mittlerweile meist von institutionellen Adressen durchgeführt werden, da Private die Bitcoins traditionell eher weniger bewegen.

Allerdings ist auch das nur ein Indikator in einem großen Puzzle, denn interne Transfers, also Bewegungen, bei denen Börsen die Bitcoins nur zwischen Wallets verschieben, werden ebenfalls erfasst. Diese haben aber keinen echten Wert, obwohl sie das Volumen steigern.

Auch sieht man immer wieder, dass große Wale ihre Bitcoins auf mehrere Wallets aufteilen und so ebenfalls Volumen erzeugen, das nichts wert ist. Man kann es den Walen aber nicht übel nehmen. Wer mehrere Milliarden in einem Wallet hat, schichtet um in kleinere Wallets, um sich besser zu schützen.

Aus diesem Grund müssen wir uns den Netflow der Börsen anschauen:

Hier sieht man, dass immer noch viele Bitcoin auf die Börsen verschoben werden, was für weiteren Verkaufsdruck spricht.

https://cryptoquant.com


4. Technische Analyse:

In der technischen Analyse kann ich mich für Bitcoin diesmal kurz halten. Bitcoin ist weiterhin gefangen in seinem Abwärtstrend. Am 15. Dezember verließ er auch die Bärische Flagge, was für eine Trendfortsetzung spricht. Es spricht also jetzt vieles dafür, dass wir schon bald wieder Kurse rund um die 78 000 US-Dollar haben werden, wie bereits im April. Zwar könnte der Kurs nochmals nach oben drehen, bis zu 90.000 US-Dollar, allerdings wäre das nur eine technische Gegenbewegung der bärischen Flagge. Erst bei einem Wochenschlusskurs von 95.000 US-Dollar können wir sicher sein, dass die bärische Flagge ein Fehlsignal war.

Hier könnte sich der Kurs dann stabilisieren. Klappt das nicht, ist ein Kurssturz bis ca. 64.000 US-Dollar möglich.


5.Risiken & Chancen für die nächsten Jahre:

Chancen:

Das Hauptargument für den Bitcoin ist und bleibt die Knappheit. In jedem Fall wird es nur 21 Mio. Bitcoins geben, und davon sind schon viele verloren gegangen, was das Angebot zusätzlich schmälert. Dazu kommt das immer weiter wachsende Interesse von institutionellen Anlegern. Man kann also sagen, dass gerade der Bitcoin in der Finanzwelt angekommen ist und es im Hintergrund immer mehr Maßnahmen gibt, die darauf hinauslaufen, dass die älteste Kryptowährung nicht mehr wegzudenken ist.

Viele sehen den Bitcoin auch als das digitale Gold. Ich persönlich finde nicht, dass man den Bitcoin mit Gold vergleichen kann, verstehe aber den Grund. Historisch gesehen ist es jedenfalls so, dass Bitcoin dein Vermögen ohne Probleme vor der Inflation beschützt hat, und viele Prognosen gehen davon aus, dass es auch weiterhin so sein wird. Solange sich unser Geldsystem nicht ändert und wir weiter Schulden aufbauen werden, solange wird auch der Bitcoin langfristig im Wert steigen.

Risiken:

Zwar sind die extremen Ausschläge im Kurs etwas schwächer geworden, allerdings braucht man immer noch extrem starke Nerven, um in Bitcoin zu investieren. Kurssprünge von 20% sind eher die Regel als eine Seltenheit. Durch die institutionellen Anleger hat sich, wie schon gesagt, das Ganze etwas abgeschwächt, allerdings ist es im Vergleich zu traditionellen Märkten immer noch extrem. Ob sich das über die Zeit weiter abschwächt, bleibt abzuwarten. Durch die Knappheit ist davon allerdings nicht auszugehen, da Liquidität nun mal den Kurs bewegt, und Bitcoin hat nur 21 Mio zur Verfügung. Das ist also die andere Seite der Medaille.

Obwohl sich in den USA etwas tut, heißt das noch nicht, dass Kryptowährungen nicht noch vor großen Hürden stehen würden. Schon der nächste Präsident könnte alles wieder umdrehen, und so sieht es auch in jedem anderen Land aus. In China ist Bitcoin verboten, andere könnten nachziehen. Das würde die Liquidität und die Nachfrage bremsen.

Ein weiteres Risiko, das ich sehe, ist die Korruption, die mithilfe von Kryptowährungen vollzogen wird. Donald Trump hat sich mit Bitcoin und anderen Währungen eine goldene Nase verdient. Ob das alles rechtens war, will ich hier nicht beurteilen, allerdings könnte das zu einem Vertrauensverlust führen. Und das ist ein fundamentaler Eckpfeiler bei Bitcoin. Sollte dieses Vertrauen verloren gehen, könnte die Nachfrage einbrechen und somit auch der Kurs.


6. Zusammenfassung:

1. Rückblick & Fokus:

  • Bitcoin steht aktuell im Zentrum der Aufmerksamkeit, da die letzten Monate von starken Kursbewegungen, ETF-Abflüssen und geopolitischen Spannungen geprägt waren. Viele warten bis heute auf den Bullrun, andere glauben mittlerweile, dass wir uns in einem Kryptowinter befinden. Möglich wäre auch, dass sich der Bullrun einfach nur etwas verschiebt. Wir sehen uns die Daten an und versuchen, Licht ins Dunkel zu bringen.

2. Makro-Umfeld:

  • Der Abverkauf im Oktober war ein Zeichen für die Größe und Reife des Kryptomarktes, nicht für dessen Schwäche. Kurzfristig belasten jedoch die Unsicherheit über die US-Wirtschaftsdaten, die Zinspolitik der FED und die allgemeine Marktstimmung den Kurs. Langfristig bleibt der Zufluss institutionellen Kapitals eine Chance für Bitcoin.
  • Die Nachfolgefrage ist entscheidend für die Geldpolitik und Marktstabilität. Ein Kandidat wie Hassett könnte Bitcoin und Krypto stärken, gleichzeitig aber die Glaubwürdigkeit der FED und die Stabilität der traditionellen Märkte gefährden.
  • Kurzfristig belasten BoJ-Zinsen und ETF-Abflüsse den Kurs, langfristig zeigt die hohe institutionelle Beteiligung die Stärke und Reife des Bitcoin-Marktes.
  • Strategy bleibt ein zentraler Akteur im Bitcoin-Markt. Während die riesigen Bestände Vertrauen und Stabilität symbolisieren, könnten regulatorische oder finanzielle Zwänge im Ernstfall zu erheblichen Risiken für den Kurs und die Marktpsychologie führen.
  • Bitcoin wird zwar oft als „digitales Gold“ bezeichnet, doch 2025 zeigte sich klar, dass es kein sicherer Hafen wie Gold ist. Stattdessen bleibt Bitcoin ein Risk-on-Asset, das stark mit Tech-Werten und dem S&P 500 korreliert. Während Gold eine starke Jahresperformance von +65,5 % erzielte, lag Bitcoin bei –7,7 %. Die Entwicklung verdeutlicht: Bitcoin reagiert stärker auf Marktstimmung und Risikobereitschaft als auf seine Knappheit, weshalb die Analyse von Korrelationen zwischen verschiedenen Assetklassen entscheidend bleibt.

3. On-Chain-Daten:

  • Die Hashrate steigt kontinuierlich und unterstreicht die Sicherheit sowie das Vertrauen in Bitcoin.
  • Die Mining-Difficulty ist zuletzt um 4,4 % vom Hoch zurückgegangen, was als normale Schwankung einzustufen ist. Trotz des unter Druck stehenden Bitcoin-Kurses ziehen sich die Miner nicht zurück – ein Hinweis darauf, dass sie weiterhin profitabel arbeiten können und das Netzwerk stabil bleibt.
  • Das Transaktionsvolumen belegt die Größe und Aktivität des Netzwerks, doch für echte Marktbewegungen ist der Netflow der Börsen entscheidend, und dieser ist im Moment negativ, was darauf hindeutet, dass wir noch ein paar schwierige Monate haben werden.

4. Technische Analyse:

  • Charttechnisch bleibt Bitcoin anfällig für kurzfristige Rückschläge. Nachdem der Kurs die bärische Flagge nach unten verlassen hat, ist damit zu rechnen, dass sich der Kurs auf 78.000 US-Dollar zubewegt. Von da kann er sich halten. Tut er das nicht, sind auch Kurse ab 64.000 US-Dollar möglich.

5. Chancen und Risiken:

  • Chancen:Bitcoin bleibt durch seine Knappheit (max. 21 Mio. Stück)und den wachsenden institutionellen Zuflussein einzigartiges Asset. Es ist in der Finanzwelt angekommen und gilt für viele als Inflationsschutzund „digitales Gold“. Solange das globale Geldsystem auf Schulden basiert, wird Bitcoin langfristig als Wertspeicher an Bedeutung gewinnen.
  • Risiken: Trotz institutioneller Beteiligung bleibt Bitcoin ein hochvolatiles Risk-on-Asset, mit Kursschwankungen von 20 % keine Seltenheit. Regulatorische Unsicherheiten, mögliche Verbote in einzelnen Ländern und politische Einflussfaktoren können die Nachfrage bremsen. Zudem besteht die Gefahr von Vertrauensverlust durch Korruption oder Missbrauch – ein kritischer Punkt, da Vertrauen das Fundament von Bitcoin ist.

7. Fazit:

Bitcoin ist kein sicherer Hafen wie Gold, sondern bleibt ein hochvolatiles Risikoasset, das stark von Makrofaktoren, institutionellen Strömen und Vertrauen abhängt. Kurzfristig belasten Unsicherheit über Zinsen, ETF-Abflüsse und regulatorische Risiken den Kurs. Langfristig jedoch sprechen die Knappheit, die wachsende institutionelle Akzeptanz und die robuste Netzwerksicherheit für eine nachhaltige Etablierung.

Bitcoin ist heute ein reifes, globales Asset, das Chancen auf langfristige Wertsteigerung bietet – aber nur für Anleger, die Volatilität und politische Unsicherheiten aushalten können. Für 2026 sehe ich aber Bitcoin ganz vorn. Die Geldströme werden wieder aufgedreht und Bitcoin profitiert direkt von der Ausweitung der Geldmenge.