Wochenrückblick 17.8-21.8

Wochenrückblick 17.8-21.8

Die Woche begann mit dem Kauf von Robinhood am 17.8.2026. Die Aktie kam aus einem starken Run und ging dann in die Korrektur. Dabei reagierte die Aktie sichtlich auf die EMAs, die sie auf ihrem Weg nach unten berührt hatte, und setzte sich per Schlusskurs auf den EMA 10. Ich beschloss, hier einzusteigen, da es für mich danach aussah, als würden wir hier drehen können.

Den Stopp setzte ich 2% unter den 200 EMA (blaue Linie). Der EMA ist kein genaues Werkzeug, deshalb sollte man ihm etwas Platz lassen. Ich rechne je nach Situation mit 2–3 %. Wenn dieses Niveau unterschritten ist, bin ich raus.

Die Aktie drehte auch dort und schoss dann nach oben, legte sich dann noch auf die Durchschnitte und lief dann am Ende der Woche nach oben. Der Trade wurde mit dem Zertifikat PK3R65 durchgeführt und erreichte am Freitagabend meinen TP von 3,77 €. Ich habe hier die Hälfte der Position verkauft, glaube aber, dass diese Position noch einiges bringen kann. Da sich der Bitcoin mittlerweile auch bewegt und Robinhood davon ein Nutznießer ist, denke ich, könnten wir das zwischen Hoch vom 10. Juli wieder erreichen. Das wären also weitere 11 %. Hier würde ich die Position entweder schließen oder nochmals halbieren.


Nebius:

Nebius habe ich am 19.8.2026 gekauft. Nebius habe ich schon länger auf der Liste, nachdem ich mit ihnen schon einmal einen sehr guten Trade hatte. Mir war es aber zu riskant, vor den Zahlen noch reinzugehen. Ich halte mich von Aktien fern, die Zahlen bringen. Mein Plan war, einzusteigen, sobald die Aktie eine Korrektur hinlegt, sollte sie sich nach den Zahlen explodieren. Und das tat sie. Als die Zahlen kamen, machte die Aktie einen Sprung von 34 %. Am nächsten Tag stieg sie zuerst weiter, gab ihre Gewinne über den Tag aber wieder ab. Es bildete sich ein Doji, was auf eine Trendumkehr hindeuten könnte. Am nächsten Tag, also dem 14.8.2026, stieg sie dann nochmals um 7 %. In dem Moment habe ich die Aktie eigentlich schon abgeschrieben, da es danach aussah, dass ich meine Korrektur wohl nicht bekomme. Wenn ich keinen Einstieg finde, muss ich an der Seitenlinie warten. Den Kursen hinterherzurennen, macht keinen Sinn. (Obwohl ich es bei dieser Aktie schon getan habe.)

Am 18.8.2026 schaute ich mir die Aktie nochmals an und sah, dass sie stark zurückgekommen war. Am nächsten Tag fiel sie noch weiter, zurück auf die EMAs. Wir fielen direkt durch den 10er EMA und landeten per Schlusskurs perfekt auf dem 20er EMA. Da sich der Kurs hier hielt und dieses Niveau schon öfter eine Unterstützung bot, bin ich eingestiegen. Man beachte auch das hohe Volumen, das hier zustande kam.

Auch hier arbeite ich wieder mit einem Open-End-Zertifikat mit der WKN: HM8WVH. Ich kaufte zu einem Kurs von 0,68 € 3000 Stück. Den Stopp setzte ich auf 0,50 €. Das ist etwa das Niveau von 210 USD, also wieder die 2–3 % vom relevanten Durchschnitt entfernt.

Obwohl sich die Aktie bisher nicht positiv für mich entwickelt hat, bin ich guter Dinge. Das Volumen hat stark nachgelassen und der Kurs pendelt um den 20er‑EMA. Alles unterhalb der lila Linie wurde wieder hochgekauft. Ich gehe davon aus, dass die Aktie bis Ende nächster Woche mein TP erreichen wird.


Amazon:

Amazon hatte ich tatsächlich vor den Zahlen gekauft. Hier hatte ich Aktien und keine Zertifikate, deshalb sah ich es nicht als so schlimm an, sollte es schiefgehen. Ich bin bei Amazon oft zu nachsichtig, da ich das Unternehmen sehr mag. Deswegen habe ich sie auch langfristig. Beim Traden stellt mich das aber öfter vor Probleme, da ich mir immer wieder denke: „Wenn es schiefgeht, halte ich sie halt langfristig“. An sich ist nichts dagegen einzuwenden, da es ein klasse Unternehmen ist, aber es ist die falsche Disziplin. So kam es jedenfalls dazu, dass ich die Aktie vor den Zahlen hatte. Als sich zeigte, dass die Aktie wieder zurückkommt, verkaufte ich meine Anteile.

Am 20.8.2026 bin ich wieder in die Aktie rein, dieses Mal mit einem Zertifikat.

Wie man sehen kann, hat sich hier eine schöne Base gebildet, oder ist gerade in der Entstehung. Wir tänzeln um den 20er‑EMA herum und haben den 50er‑EMA etwas weiter unten als Unterstützung.

Ich bin also bei 7,21 € eingestiegen, was einem Kurs von ca. 261 USD entspricht, und habe meinen Stopp auf 6,79 gesetzt, was einem Kurs von 253 USD entspricht. Das Kursziel ist hier klar ein neues Hoch.


Marvel:

Die Aktie von Marvel entwickelte sich in den letzten Tagen sehr gut. Zwar gab es anfangs Startschwierigkeiten, diese konnte die Aktie aber überwinden.

Ich hatte die Positionsgröße falsch berechnet, wodurch ich die Hälfte der Position liquidieren musste. Leider zum schlimmsten Zeitpunkt des ganzen Trades. Der Kurs hatte sich anfangs gegen mich entwickelt und lief die halbe Strecke zu meinem Stopp. Da ich das Doppelte einsetzte, was ich eigentlich wollte, war mein Limit damit eigentlich schon erreicht. Ich habe die Hälfte der Position also geschlossen und ließ den restlichen Trade weiterlaufen. Der Kurs bewegte sich lange in der kleinen Seitwärtsrange der zwei roten Linien. Ich stieg bei dem ersten Ausbruch ein, dieser wurde aber wieder abverkauft. Der Stopp war das untere Ende der Seitwärtsrange. Danach kam der Kurs aber wieder nach oben, bis er schließlich ausbrechen konnte. Ich habe bisher zweimal Teilgewinne realisiert. Schließen will ich die Position bei 270 USD. Durch den Fehler am Anfang schmälert das meine Rendite um 500 €. Sollte der Trade aber voll aufgehen, so dürfte ich damit 800€ Profit machen.


Twilio:

Am Ende will ich euch noch einen Trade präsentieren, den ich falsch gemanaged habe. Aus demselben Grund, warum ich bei Amazon vor den Zahlen drin war: weil ich die Aktie mag. Oft schaue ich mir Aktien nur sporadisch an, oder überhaupt nicht. Bei Twilio habe ich mich etwas informiert, was mich von dem Unternehmen überzeugt hat. Das spielte für mich aber keine Rolle, da ich sie nur kurzfristig traden wollte.

Ursprünglich war der Trade als sehr kurzfristig geplant, deshalb suchte ich auch einen Einstieg im Stundenchart. Als der Kurs auf den 20er EMA auflief, sah ich meine Chance und stieg ein (grüner Pfeil). Die Lila Linei sollte eigentlich mein Stopp sein. Meine Erwartung war ein neues Hoch. Kurspotenzial etwa 6–8 %. Auf der Unterseite hatte ich 2,8% zu verlieren. Anfangs entwickelte sich der Trade auch in meine Richtung, das wurde aber mit dem 14. August wieder zunichte gemacht. Eigentlich hätte ich hier aussteigen müssen.

Da ich aber einiges über das Unternehmen gelesen hatte und ich es mochte, suchte ich eher nach Gründen, noch etwas länger drinbleiben zu können. Ich wechselte also vom Stunden Chart in den Tageschart und dachte mir: „Naja, das Ausbruchsniveau könnte als Unterstützung halten und das ist nicht mehr so weit weg.

Eine einfache Linie reichte aus (rote Linie), um mich im Trade zu halten. Unter normalen Umständen hätte ich die rote Linie nicht beachtet, weil die Aussagekraft zu gering ist. Als der Kurs schließlich mit voller Wucht durchgefallen ist, dachte ich mir: „Naja, jetzt bin ich schon am 10er EMA, da könnte er sich fangen“. Also blieb ich weiter drin. Und tatsächlich sah es so aus, als könnte er sich hier stabilisieren. Aber bis zum Ende des Tages wurde der ganze Gewinn abgegeben. Ein weiteres Warnzeichen, aber noch immer habe ich nicht verkauft. Am nächsten Tag knallte der Kurs wieder weiter nach unten bis zum 20er EMA, und wieder hab ich mich dabei erwischt, wie ich mir dachte, dass sich der Kurs da halten könnte. Das könnte er durchaus tun, aber er könnte auch noch locker bis zum 50er EMA fallen, oder noch weiter.

Endlich konnte ich mich von dem Trade lösen. Aber anstatt ein Risiko von 2,8% zu haben, hatte ich plötzlich ein Risiko von 10 % bei einer erwarteten Chance von gerade einmal 6–8 %. Ich muss wohl keinem erzählen, dass das in keinem Verhältnis steht.

Deshalb merkt euch. Haltet euch an euren Plan. Sucht nicht nach Gründen, warum ihr recht haben könntet, sondern sucht nach Gründen, warum ihr falsch liegen könntet. Und verliebt euch auf keinen Fall in eure Aktien.

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