Wenn man sich die Märkte so ansieht, könnte man meinen das nicht viel los ist, im Hintergrund brodelt es aber gewaltig. Die Aktien Indizes hielten sich robust und konnten wieder etwas ansteigen. Es ist die Wand der Sorgen an denen sich die Kurse weiter nach oben ziehen, ein Phänomen das an der Börse immer wieder beobachtet wird. Deshalb verdienen Trader Geld. Obwohl die ganze Welt brennt und die Probleme immer extremere Ausmaße annehmen, bleiben die Kurse weiterhin auf Kurs richtung Norden. Langfristig mag das zu extremen verwerfungen führen, im Moment scheint das aber noch nicht der Fall zu sein, und deshalb traden Trader das was sie sehen, und nicht das was sie denken. Der Markt hat immer recht.
Wer auf den Crash wetten will, der muss langfristigere Wetten eingehen, den letzten endes kann niemand sagen was wann passieren wird. Wenn überhaupt können wir den Zeitpunkt etwas eingrenzen anhand der Daten die wir haben.
Ein gutes Beispiel ist Michael Burry im Moment. Er sagte den Crash von 2008 voraus und dieser Ruf hängt ihm heute noch an. Wenn er etwas sagt, dann wird hingehört. Zur Warheit gehört aber auch, dass er seit dem Jahr 2008 bis heute schon desöffteren wieder einen Crash ausgefrufen hat, der aber nie wirklich kam. Zuerst waren es die Wenn man sich die Märkte so ansieht, könnte man meinen, dass nicht viel los ist. Im Hintergrund brodelt es aber gewaltig. Die Aktienindizes hielten sich robust und konnten wieder etwas ansteigen. Es ist die Wand der Sorgen, an denen sich die Kurse weiter nach oben ziehen, ein Phänomen, das an der Börse immer wieder beobachtet wird. Deshalb verdienen Trader Geld. Obwohl die ganze Welt brennt und die Probleme immer extremere Ausmaße annehmen, bleiben die Kurse weiterhin auf Kurs Richtung Norden. Langfristig mag das zu extremen Verwerfungen führen, im Moment scheint das aber noch nicht der Fall zu sein, und deshalb traden Trader das, was sie sehen, und nicht das, was sie denken. Der Markt hat immer recht.
Wer auf den Crash wetten will, der muss langfristigere Wetten eingehen, denn letzten Endes kann niemand sagen, was wann passieren wird. Wenn überhaupt können wir den Zeitpunkt etwas eingrenzen anhand der Daten, die wir haben.
Ein gutes Beispiel ist Michael Burry im Moment. Er sagte den Crash von 2008 voraus und dieser Ruf hängt ihm heute noch an. Wenn er etwas sagt, dann wird hingehört. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass er seit dem Jahr 2008 bis heute schon des Öfteren wieder einen Crash ausgerufen hat, der aber nie wirklich kam. Zuerst waren es die Schulden der USA, dann waren es die gigantischen Investitionen der KI, und jetzt ist es eine Kombination aus beidem, die für den Crash sorgen sollte. Ob es so kommt, wissen wir nicht. Was wir wissen, ist, dass es bisher nicht passiert ist und seine Prognosen von früher auch nicht passiert sind.
Ich will damit nicht sagen, dass Michael Burry ein schlechter Trader ist. Ich will damit nur sagen, dass das System zu chaotisch ist und zu viele Variablen hat, um eine sichere Prognose abzugeben. Wir gehen davon aus, dass A, B, C passieren und das automatisch zu D führt. Übersehen dabei aber oft, was andere Institutionen tun, um das zu verhindern, oder eben nicht zu verhindern. Beim Traden leben wir mit Unsicherheiten und denken in Wahrscheinlichkeiten. Das ist auch der Grund, warum Burry keine Trades setzt, die genau sagen, dass an diesem Zeitpunkt der Crash kommt. Das hat er nie. Im Moment geht er davon aus, dass das System bis Ende 2027 zusammenbrechen wird, und seine Trades aufgehen. Das Ganze setzt er in Optionen um. Dabei hat er die Trades so strukturiert, dass er sehr viel gewinnen kann, wenn er in diesem Zeitrahmen recht hat, aber wenn er verliert, verliert er nur den Wert der Optionen, was gemessen am möglichen Gewinn sehr wenig ist. Wenn euch die Strategie hinter den Optionen beschäftigt, schreibt es mir gerne in die Kommentare und ich werde einen Artikel dazu schreiben, in dem ich euch genau erkläre, wie diese Strategie funktioniert.
Das ist das Schöne am Trading. Der eine sagt, dass der Kurs fallen wird, der andere sagt, dass er steigen wird. Beide können recht haben, weil Timing beim Trading ein zentraler Punkt ist.
Kommen wir aber nun zu dem eigentlichen Brodeln hinter der Börse:
Der Anleihemarkt hat sich noch immer nicht beruhigt, im Gegenteil, es wird immer schlimmer. Mittlerweile bewegen sich die 30‑jährigen US‑Anleihen bei über 5,5%, das ist der höchste Stand seit 2002. Die USA haben mittlerweile darauf reagiert und kaufen langlaufende Anleihen zurück. Diese finanzieren sie mit kurzlaufenden Anleihen. Zwar sorgt das für eine geringe Entspannung, sorgt aber auf der anderen Seite nur dafür, dass das Problem verschoben wird. Auch in Europa wird es langsam ungemütlich. Die französischen 30‑jährigen Anleihen steigen auf 5,57 % und sind damit die höchsten im ganzen Euro-Raum. Selbst Italien und Griechenland können sich billiger verschulden. Das Kapital wird also immer teurer, gleichzeitig steigen aber auch die Ausgaben in den Haushalten.
Historisch gesehen steigt die Börse um 7,5 % jährlich, bei einem gewissen Risiko. Wenn Anleihen über ein gewisses Niveau steigen, dann flüchten viele in Staatsanleihen, da diese gemessen am Risiko eine bessere Rendite bringen. Dass das noch nicht passiert ist, zeigt aber auch, dass die Staatsanleihen nicht mehr als sicher gesehen werden, da die Verschuldung extrem ist. Es kommen immer mehr Zweifel auf, ob die Staaten dieses Geld jemals wieder zurückzahlen können.
Trump überlebt bereits die Schulden mit der Inflation zu bekämpfen. Ein weiterer Grund, nicht in Anleihen zu investieren. Denn die Inflation lässt die Schulden nicht verschwinden, sie senkt nur die Kaufkraft, was automatisch dazu führt, dass auch die Schulden weniger wert sind. Eine Taktik, die nach dem Zweiten Weltkrieg schon eingesetzt wurde. Das Nachsehen haben die Halter von Schuldentiteln.
Dass es aber so kommt, ist nicht unwahrscheinlich, denn der Spielraum der Fed wird immer geringer. Die Arbeitslosenquote steigt, die Beschäftigungszahlen fallen und auch das Lohnwachstum hat nachgelassen, während die Lebenshaltungskosten weiter steigen. Es sieht immer mehr danach aus, dass sich der Wirtschaftsboom nur noch auf ein paar wenige KI‑Firmen konzentriert, die die US‑Wirtschaft oben halten. Diese finanzieren ihr Wachstum durch gegenseitige Investitionen. Wie lange das gut gehen wird, weiß keiner. In der Ansicht werden aber weitere Zinserhöhungen unwahrscheinlicher.
Die FED ist in einer Zwickmühle: Einerseits explodieren die Schulden (und Trump macht es nicht besser), andererseits zeigen sich erste bedeutende Risse in der Wirtschaft.
Wir bewegen uns auf einem schmalen Grat. Die Zentralbanken sind längst gefangen in einem System, das sie selbst geschaffen haben. Zinssenkungen schüren die Inflation und strafen die Anleihemärkte ab; Zinsbeibehaltung oder -erhöhungen bringen die hochverschuldete Realwirtschaft und den Arbeitsmarkt zum Einsturz.
Ob Michael Burry am Ende recht behält und Ende 2027 die Abrechnung folgt, wird sich zeigen. Bis dahin tanzen die Märkte auf dem Vulkan – und solange die Musik spielt, wird getanzt. Die Lektion für die kommenden Wochen lautet daher: Genieß die Party, aber vergiss nicht, wo der Notausgang ist.
Nun zu meinen Positionen:
Diese Woche hat sich nicht viel getan. Nach dem katastrophalen Rückfall in KW 38 bin ich vorsichtiger geworden und überprüfe weiterhin meine Strategie. Das heißt nicht, dass ich sie aussetze, sondern nur, dass ich das Risiko extrem reduziert habe. Das Ganze habe ich auf zwei Weisen gemacht:
- Ich habe die Positionsgröße um über 2/3 Reduziert
- Ich trade im Moment nur noch Aktien, die deutlich weniger volatil sind.
Das zwingt mich auch gleichzeitig dazu, länger in Positionen zu bleiben, da ich langfristigere Trades suche. Diese habe ich bereits letzte Woche vorgestellt.
Phillips 66:
Im Moment konzentriere ich mich auf Öl. Meiner Meinung nach wird das Ganze nicht so schnell enden, wie Trump sich das wünscht. Gleichzeitig sinken die Vorräte und auch die Ukraine setzt immer mehr darauf, die Produktion in Russland zu sabotieren. Wie man an dem Chart sehen kann, ist der Trend stark. Während sich die Korrektur bis Mittwoch fortgesetzt hat, stieg der Kurs am Donnerstag extrem nach oben. Dabei hat sich die Aktie knapp an meinen Stopp gesetzt, ging von dort aus aber wieder nach oben. Ich denke, wir werden schon bald neue Hochs sehen.

Valero Energy:
Valero Energy ist im Grunde das selbe Bild, nur etwas volatiler und im Trend etwas stärker. Die Aktie legte wie Phillips am Mittwoch zum Höhenflug an. Nächstes Ziel sind neue Hochs.

RobinHood:
RobinHood ist etwas schwierig zu traden. Während ich den ersten Anstieg noch schön erwischt habe, hat mich die Korrektur rausgetrieben. Danach hatte ich FOMO und ich bin zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt wieder rein. Dazu kam eine überhebelte Position, die mich zum Handeln zwang. Der Trend ist aber weiterhin intakt, und fundamental hat das Unternehmen meiner Meinung nach eine gute Zukunft. Das aber nur am Rande: Ich bin in diesen Trade eingestiegen, weil ich kurzfristig davon profitieren wollte, und genau an dieses Setup werde ich mich halten. Solange der Kurs den kurzfristigen Trend also nicht verlässt, werde ich in der Position bleiben. Sollte es dazu kommen, werde ich die Position verkaufen.

ServiceNow:
ServiceNow bleibt meine größte Position, diese entwickelt sich auch ganz zufriedenstellend, obwohl ich auf die jüngste Korrektur hätte verzichten können. Im Moment bildet die Aktie einen absteigenden Keil, aus dem wir meiner Meinung nach früher oder später ausbrechen werden. Ich bleibe in der Position.

Infinion:
Ein neuer Versuch könnte sich bei Infineon ergeben. Nachdem mein letzter Versuch schiefgegangen ist, könnte sich jetzt eine neue Chance ergeben. Die Aktie kam zurück und ist am Freitag ausgebrochen. Sollte die Aktie ein wenig zurückkommen, so werde ich am Montag eine Position eingehen.


